Subventionswahn

Der ungezügelte Irrsinn

Einem Bericht des Insti­tuts für Welt­wirt­schaft zufol­ge sind im Jahr 2015 mehr Sub­ven­tio­nen aus dem deut­schen Steu­er­topf abge­flos­sen als je zuvor. Die Gesamt­sum­me beläuft sich dabei auf unvor­stell­ba­re 168,7 Mil­li­ar­den Euro. Das sind sat­te 2.100 Euro pro Ein­woh­ner.

Die Höhe der Sub­ven­tio­nen ent­spricht damit dem gesam­ten Lohn­steu­er­auf­kom­men des Jah­res. Wie kann das sein, dass die kom­plet­te Lohn­steu­er nur für Sub­ven­tio­nen ver­bal­lert wird? Wie das Nach­rich­ten­ma­ga­zin Spie­gel Online berich­tet, haben die Zah­lun­gen damit ein neu­es Rekord­hoch erreicht, das sogar die Aus­ga­ben des Finanz­kri­sen­jahrs 2010 über­flü­gelt.

Die Bun­des­re­gie­rung kommt – wie soll­te es anders sein – natür­lich auf ein weit­aus gerin­ge­res Ergeb­nis. Das liegt aber  dar­an, dass sie vie­le der tat­säch­lich geflos­se­nen Sub­ven­tio­nen gar nicht erst mit ein­be­rech­net. So ist im Regie­rungs­be­richt bei­spiels­wei­se der Zuschuss für die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung nicht ent­hal­ten – obwohl allein die­ser mit 11,5 Mil­li­ar­den eben­falls ein neu­es Rekord­hoch erreicht hat.

Mit 25,2 Mil­li­ar­den Euro hat das Res­sort Ver­kehr den Löwen­an­teil an Sub­ven­tio­nen ein­fah­ren kön­nen. Dabei schla­gen vor allem die Aus­ga­ben für das Schie­nen­netz und die immer noch bestehen­den „Alt­las­ten“ der Bahn-Pri­va­ti­sie­rung zu Buche.

Ist denn ein Ende in Sicht? – Nein, natür­lich nicht. Wo den­ken Sie hin? Für das lau­fen­de Jahr 2016 wird noch ein­mal eine deut­li­che Stei­ge­rung erwar­tet. Jetzt erklä­ren Sie das mal jeman­dem, der sich gera­de um sei­ne künf­ti­ge Ren­te sorgt.